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RAINER ENGLERT
Akademischer Bildhauer

Ziegelhütte 2

D - 74731 Walldürn - Neusaß

Tel. + 49 6282 - 88 93

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 "Die Plastiken des 1956 in Heidelberg geborenen und an der Stuttgarter Akademie bei Alfred Hrdlicka ausgebildeten Rainer Englert hinterlassen den Eindruck einer fast schmerzhaft-ernsten Auseinandersetzung mit Thema und Material. Gleich, ob er in Holz oder Stein gestaltet, man spürt in jedem Falle, dass der Materie etwas abgerungen wurde, das sich im geistigen Bereich verdichtet und über die gewonnene Form ausstrahlt.Das geschieht nicht in geschönter Weise und mit veredelter Oberfläche. Bei Englert spricht die Werkzeugspur eine beredte Sprache. Sie führt zu den Ursprüngen des im Handwerk verwurzelten künstlerischen Schaffens und berichtet damit zugleich von dem Menschen, der die Skulpturen schuf. Über das Können gelangt Kunst so zum Künden, zur tieferen Aussage."

Zur Ausstellung in München im Bayerischen Hof

Prof. Friedbert Ficker in MÜNCHNER MOSAIK Heft 3/1995


 

"Die Thematik seines bildnerischen Werkes gilt der 'menschlichen' Figur: Appelle an die von Verdrängung und Unterdrückung freie Entfaltung aller Kräfte im Menschen! .Seine 'Körperskulpturen' zeigen Schmerz und Leid, sind Spiegelbilder eigener Schwächen und Erfahrungen des Künstlers. Bei seinen christlichen Figuren bedient er sich der religiösen Metaphorik des Leidens. Er symbolisiert die historische Kontinuität von Unterdrückung und Gewalt.

Graphisches und bildhauerisches Arbeiten führt zu einer gegenseitigen Beeinflussung. Zeichnungen und Malerei sind Vorstadien seiner Skulpturen, stehen dennoch als autonome Arbeiten. Raumorientierung auf dem Blatt wird dabei zur Gestaltungsgrundlage, nicht die naturalistische Auarbeitung herkömmlicher Figurenarrangements im Sinne von Bildhauerzeichnungen, wie sie in der künstlerischen Tradition als Skulpturen-Entwürfe bekannt sind.

Rainer Englert sieht die Zielsetzung seiner künstlerischen Arbeit zwischen Michelangelo und seinem Lehrer Alfred Hrdlicka. Seine Arbeiten zeigen die Suche zwischen akademischer Darstellungsweise und der harten realtitätsbezogenene Aussage über die Tragik der menschlichen Figur".

Zur Ausstellung beim Kunstvereins Köln-Nümbrecht

Birgit Ludwig-Weber, Kustorin


 

"Auffallend ist die meditative Haltung der Statue, eine Haltung, die auch die Figurengruppe 'Die Betenden' auszeichnet. Rainer Englerts Kunst ist nicht als spezifisch christlich zu bezeichnen, sondern dem in allen Religionen enthaltenen Gedanken des Friedens verpflichtet."

Zur Figur " Johannes der Täufer" und der Gruppe "Betenden" in Publizistik und Kunst, Heft 12/1990


 

© Fränkische Nachrichten   –   04.07.2003

Magischer Skulpturenwald

Ausstellung mit Werken von Rainer Englert im "Engel - Saal”

Tauberbischofsheim. Eine der eindrucksvollsten Kunstverein-Präsentationen der letzten Zeit ist gegenwärtig im Engelsaal zu bewundern: Plastiken, wie sie hier noch selten zu sehen waren - teilweise übermannshohe Arbeiten des Holzbildhauers Rainer Englert, die einem Besucher schon beim Betreten des Raumes einen Moment lang den Atem verschlagen können.

Sind diese oft einschüchternd gewaltigen Menschen-Skulpturen, diese hölzernen Hominiden afrikanischen, ozeanischen oder gar altgriechisch-frühklassischen Ursprungs? Klassische Strenge der Formgebung, urwüchsige Körperhaftigkeit und archaische Gebundenheit des Ausdrucks verbinden sich hier zu einer eigenen magischen Welt, die den Beschauer mit einer verwirrenden Vielfalt von Signalen und Botschaften konfrontiert.

"Ausdruck" und "Habitus", "Haltung" und "Idee" lauteten die Begriffe, mit denen Gunter Schmidt in seiner Vernissage-Einführung gemeinsame Merkmale der 17 hier ausgestellten Arbeiten (die insgesamt 35 Einzelskulpturen umfassen, dazu sechs kleinformatige Vorzeichnungen) des in Walldürn lebenden und arbeitenden Holzbildhauers zu umreißen suchte. Es handelt sich dabei sowohl um Einzelwerke wie Gruppen und Installationen mit Titeln wie "Adam", "Wächter", Nofretete" oder auch den "Freizeitindianer", eine farbig bemalte und aufgeputzte Skulptur, deren Monumentalität durch die Namensgebung und die damit verknüpften Assoziationen eine gewisse ironische Brechung erfährt.

02_Ausstellung Englert

16_Ausstellung Englert

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Ähnlich verhält es sich mit einigen anderen Arbeiten, die Historisches, Traditionelles und Modernes miteinander verbinden und durch gelegentliche Formexperimente die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Doch tritt das experimentelle oder auch nur eigenwillig-expressive Element in Rainer Englerts Arbeiten hinter der - wie Gunter Schmidt in seiner Einführung formulierte - schieren "Präsenz" und "Körperlichkeit" der Figuren zurück, die einerseits von ihren teils überlebensgroßen Dimensionen herrührt aber auch aus der Eigenart des Werkstoffes Holz bzw. der unterschiedlichen hier verwendeten Hölzer, ihrer spezifischen Eigenart und Oberflächenstruktur und ihrer gewachsenen, urwüchsigen, archaischen Anmutung auf den schauenden und befühlenden Betrachter.

Das Material Holz passt auch gut zu dem, was Schmidt die "regionale Verwurzelung" des 46-jährigen Künstlers nannte, der unter anderem bei dem berühmten Alfred Hrdlicka, einem der bekanntesten Bildhauer der Gegenwart, studiert hat. An Hrdlickas Welt gemahnt auch das eine oder andere durchgehende Charakteristikum von Englerts Plastik, neben der Monumentalität der Ausdruck des Leidens oder doch einer schweren Schicksalslast, die all diesen Figuren gemeinsam ist.

Derzeit bilden sie einen magischen Skulpturenwald im Domizil des Kunstvereins, dessen Erkundung sich unbedingt lohnt. Die Ausstellung mit Skulpturen von Rainer Englert im Engelsaal dauert zu den üblichen Öffnungszeiten noch bis einschl. 20.Juli.


 

© Fränkische Nachrichten - 11.07.2006

1. Buchener Kultnacht 14.Juli 2006 

Rund 100 Künstler - sie kamen teilweise aus den USA, Indien, aus Berlin oder Tel Aviv - zeigten ihr Schaffen an zirka 50 Plätzen in der Stadt: in Kirchen, Schulen, in Geschäften, im Stadtturm. Das Spektrum der ausgestellten Arbeiten reichte von Schülerjahresarbeiten bis zur angewandten und freien Kunst von Profis.

Buchen zeigte sich am 14.07.2006 in einem völlig neuen Licht. Im Mittelpunkt stand die zeitgenössische, bildende Kunst.

Viele der Kultnacht-Teilnehmer sind Freunde und Bekannte der Semmas, die beide selbst Einblicke in ihr Schaffen gaben.

Durch die Zusammenstellung des Programms wurden alle Altersgruppen angesprochen.

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Im Buchener Museumshof zur
 1. Buchener Kultnacht, Figurenensemble von Rainer Englert

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